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Rassismus ist Gift! – Neue Regelungen bei Rainbow Six Siege

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rainbow six siegeDamit soll, laut Aussage von Seiten Ubisofts, den Entwicklern von Rainbow Six Siege, bald Schluss sein im spieleeigenen Chat. Demnach soll Spielern, die sich unangemessen verhalten und andere mit ihrer Wortwahl beleidigen oder gar bedrohen, Sperren von bis zu 15 Tagen blühen, je nach Schwere und Häufigkeit der Äußerungen sogar dauerhaft der Zugang zu Onlinepartien verweigert werden.

Diese Nachricht dürfte viele Spieler erfreut haben. Das Internet und demzufolge auch Onlinespiele befinden sich keinesfalls in einem rechtsfreien Raum – und doch wird man das ein oder andere Mal mit privaten Nachrichten konfrontiert, die einem das Spieleerlebnis ein wenig vermiesen. Klar, man kann selbst aktiv werden und den betreffenden Spieler einfach selber sperren, doch irgendwie bleibt ein seltsames Gefühl. Ist es den Entwicklern letzten Endes egal, wenn die Konsumenten ihrer Produkte ohne großartige Folgen beleidigt werden?

Sexistische und homophobe Aussagen sollten genauso wenig Platz in Spielechats haben wie rassistische Parolen, denn klar ist: Beim Spielen steht der Spaß (okay, auch der Highscore und das Ranking und die Wummen und das Loot…) im Vordergrund. Nur, wie genau soll dies bei einem so beliebten Spiel kontrolliert und in Zukunft auch unterbunden werden?

Ausbau des Verhaltenskodex

Gegen den allgemeinen Verhaltenskodex, welcher im Mai 2016 veröffentlicht wurde, verstoßen alle Äußerungen, die als anzüglich, belästigend, beleidigend, bedrohend, ethisch anstößig, gefährlich, hasserfüllt, illegal, rassistisch, rufschädigend, sexistisch, oder vulgär betrachtet werden. Dies bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung, sollte man meinen, da das Einhalten eines solchen Verhaltenscodex ebenfalls für ein friedliches Miteinander im Real Life beiträgt. Das Vorgehen gegen solch unangebrachtes Verhalten ist also nicht neu im Hause Ubisoft, es wird nun allerdings ausgebaut.

Ziel der Entwickler ist es, Spieler zu sperren, die bereits des Öfteren mit beleidigenden Äußerungen aufgefallen sind und diesen einen virtuellen Platzverweis zu erteilen. Das heißt also für mich als Spieler: Beschimpfe ich jeden, der mich besiegt auf die übelste Art und Weise oder versuche ich in einer Tour, vermeintlich weibliche Spieler anzugraben, wird mir der Zugang zu Online-Partien verwehrt und ich erhalte eine nette Nachricht, in der ich auf mein „toxisches Verhalten“ hingewiesen werde.

Des Weiteren sei das Kommunikationssystem, laut Forums-Moderator, nicht zwingend auf Beschwerden angewiesen, diese würden allerdings dafür sorgen, dass man einen Spieler, der solch unerwünscht „toxisches Verhalten“ an den Tag legt, schneller sperrt. Wie genau das System jedoch beleidigendes Verhalten erkennen soll, wurde nicht erklärt. Bleibt abzuwarten, ob sich keine Fehler einschleichen und man letzten Endes nicht sogar nachweisen muss, dass man grundlos gesperrt wurde.

Verbesserung der Ingame Atmosphäre

Die neue Regelung macht klar: Ubisoft liegt das Miteinander seiner Spieler am Herzen und möchte ihnen eine angenehme Atmosphäre innerhalb des Spiels bieten. Auch wenn es sich dabei um einen Shooter handelt. Oder – vielleicht sogar gerade deshalb? Manch ein Spieler vergisst im Rausch des Gemetzels vielleicht, dass am anderen Ende gar kein virtueller Pixelhaufen in Menschenform sitzt, sondern ein ebenfalls lebender und fühlender Mensch. Ein wenig weiter Gedacht: Eventuell trägt diese neue Regelung für das allgemeinen Miteinander sogar dazu bei, dass hartgesottene Höflichkeitsmuffel ja eventuell ihre Umgangsformen überdenken? Die Super-Nanny kann also einpacken, überlasst Ubisoft die verspätete Erziehung!

Neues Sperrsystem bereits ab dieser Woche

Nun liegen die Nerven bei dem ein oder anderen Gamer sicher blank. Wortwahl-Überwachung im Chat? Darf ich nicht mehr fluchen? Muss ich von nun an mein Mikrofon auf „stumm“ stellen, während ich gedankenverloren vor mich hin zocke?

Wer schon länger Online-Spiele wie Rainbow Six Siege suchtet, muss nun aber nicht über Nacht seinen kompletten Ingame Wortschatz auf den Kopf stellen. Wir können euch beruhigen: Das Wort „Fuck“ bleibt, genauso wie ähnliche Worte, von dieser Regelung verschont. Das neue Sperrsystem soll lediglich für einen besseren Umgang miteinander sorgen. Jeder Mensch flucht eben nun einmal, die einen mehr, die anderen weniger. Den Entwicklern ist bestens bewusst, dass während des Spieles durchaus einmal vor Frust oder Enttäuschung ein Schimpfwort fällt.

Anreiz für andere Entwickler?

Das Konzept zum neuen Sperrsystem macht durchaus neugierig. Spannend bleibt, ob der gewünschte Effekt auch eintritt und die gemeinsamen Partien in Zukunft tatsächlich eine bessere Atmosphäre und ein gesitteteres Miteinander erwartet. Denn es ist definitiv kein Geheimnis, dass eine fehlende Face-to-Face Kommunikation, wie sie beim Online-Gaming der Fall ist, dazu beiträgt, im Mitspieler keinen realen Menschen zu sehen. Und dies kann leider dafür sorgen, dass Hemmungen und Zurückhaltung verloren gehen. Ob die Ankündigung von Seiten Ubisofts vielleicht sogar die Entwickler anderer Onlinespiele inspiriert? Es wäre wünschenswert. Wir erwarten mit Spannung erste Ergebnisse.

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